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„Wir können uns aufeinander verlassen“

16.03.2016

Landrat Siegfried Walch und freie Jugendhilfeträger schlossen eine Qualitätsvereinbarung


„Was wir heute tun, ist ein wichtiges Signal nach außen, denn in der Jugendhilfe wird qualitativ hochwertige Arbeit geleistet“, so Landrat Siegfried Walch am Dienstag bei der Unterzeichnung einer Qualitätsvereinbarung zwischen dem Landratsamt Traunstein und den freien Jugendhilfeträgern, die im Landkreis tätig sind. Er betonte, dass ihm die Jugendhilfe „eine Herzensangelegenheit“ sei. Habe er früher eher deren Kosten gesehen, betrachte er sie heute als nützliche Investition. „“Wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können“, so der Landrat, der die „sozialräumliche Regionalisierung“ der Jugendhilfe gleich nach seinem Amtsantritt 2014 angestoßen hatte.


Wenn Erziehungsprobleme auftreten, sollen möglichst vor Ort Lösungen gefunden und lokale Ressourcen genutzt werden. Im Rahmen des Regionalisierungsprozesses gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt und den freien Trägern in den letzten Jahren „gut und fruchtbar“, wie Sachgebietsleiter Franz Feil heraushob.


Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Qualitätsvereinbarung, in der Standards für die konkrete Arbeit definiert werden. Unter anderem geht es dabei um die Hilfeplanung für Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft und Soziale Gruppenarbeit sowie um das Vorgehen bei einer Gefährdung des Kindeswohls. Einen wichtigen Stellenwert nimmt dabei die Partizipation ein. Eltern und Kinder bzw. Jugendliche werden intensiv in die Planung einer Hilfe einbezogen, damit sie motiviert sind, ihren Beitrag zur Erreichung der pädagogischen Ziele zu erbringen.


Zugleich erhält künftig die präventive Arbeit eine größere Bedeutung. In gemeinsamen Teamsitzungen sprechen Mitarbeiter des Jugendamts und der freien Träger über den pädagogischen Bedarf der sechs Regionen des Landkreises und initiieren „fallunabhängige und fallübergreifende Projekte“. Außerdem soll erreicht werden, dass Kinder und Jugendliche, die in einem Heim untergebracht sind, eine verbesserte Rückkehrperspektive nach Hause erhalten.

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Die Unterzeichnung der Qualitätsvereinbarung ist für die beteiligten Partner eine wichtige Etappe auf dem Weg zu einer effektiven, an Sozialräumen orientierten Jugendhilfe: Margarete Winnichner vom Diakonischen Werk Traunstein, Klaus Dittrich und Dieter Fögler von „Famiflex – ambulante Erziehungshilfen GbR“, Jugendamtsleiter Franz Feil, Georg Westermann von „Jonathan Soziale Arbeit gGmbH“, Landrat Siegfried Walch, Michaela Schrankl von „Mentor Chiemgau e.V.“, Sabine Herrmann vom Diakonischen Werk Rosenheim, Konrad Heigermoser von „KoniS – Konzepte individueller Sozialpädagogik, Iris Gruber von „Startklar Soziale Arbeit Oberbayern gGmbH und Cornelia Streiwieser von „ISG e.V. Integrative Sozialpädagogische Gruppenarbeit.

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