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Salz, Holz und Eisen am „Tag des offenen Denkmals“ - Drei Museen mit Spezialführungen und einem besonderen Familien- und Kinderprogramm

03.09.2018

Der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“, am Sonntag, 9. September, steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Für den Landkreis Traunstein hat Kreisheimatpfleger Dr. Christian Soika dazu in Zusammenarbeit mit drei Museen ein Angebot zusammengestellt, bei dem diesmal speziell Familien mit Kindern angesprochen werden.

 

Die Museen verbindet eine thematische Gemeinsamkeit: die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Region. Eisen, Holz und Salz waren viele Jahrhunderte lang die Grundlagen für große Wirtschaftskraft und damit eine Voraussetzung für kulturelle Blüte.  Es sind die Spezialmuseen Maxhütte in der Gemeinde Bergen, Holzknechtmuseum in der Gemeinde Ruhpolding und Museum Salz und Moor in der Gemeinde Grassau.

 

Zum „Tag des offenen Denkmals“ ist der Eintritt während der gesamten Öffnungszeiten frei. (Maxhütte 10:00 - 16:00 Uhr; Museum Salz und Moor 11:00 - 17:00 Uhr; Holzknechtmuseum 10:00 - 17:00 Uhr). Zusätzlich gibt es ein Sonderprogramm, das speziell auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist und ebenfalls kostenlos ist.

 

Die bayerischen Soleleitungen waren eine technische Meisterleistung, die im Museum "Salz und Moor" bestaunt werden kann. Hier befindet sich die einzige noch erhaltene Pumpstation der Leitung mit Gebäuden und Einrichtung  zwischen Reichenhall und Rosenheim. Der Bau dieser "ersten Pipeline der Welt" konnte nur deshalb gelingen, weil  Rohstoffe wie Holz und Eisen seit Jahrhunderten in der Region vorhanden waren.

 

Von 11:00 – 12:00 Uhr dauert eine Spezialführung durch Museumsleiter Stefan Kattari: „Rohre, die verbinden - was das Klaushäusl mit der Maximilianshütte in Bergen und den Holzknechten in Ruhpolding zu tun hatte“. Bei der Führung durch die historische Solepumpstation Klaushäusl werden diese Zusammenhänge gezeigt. Begleitend dazu gibt es ein ganztägiges Kinderprogramm, bei dem auch gebastelt werden kann.

 

Die Maximilianshütte (1562-1932) war eine der bedeutendsten Eisenhütten Bayerns. Berg- und Hüttenleute, Köhler, Holzknechte und Fuhrleute arbeiteten für das Unternehmen. Es prägte das Leben der einstigen Industrieregion Chiemgau. Mehrere Gebäude sind noch erhalten. Das Museum in einem ehemaligen Werksgebäude gibt Einblicke in die Geschichte, macht deutlich, wie aus Eisenerz Eisen entsteht und vermittelt Kenntnisse über Eisenverarbeitung, Maschinenbau und Gusstechnik.

 

Zu letzterem bietet Museumsleiter Hans Reich um 13:30 Uhr für Kinder von acht bis 15 Jahren eine unterhaltsame praktische Tätigkeit in der Tradition der Maxhütte an: Gießen mit Zinn in Sandformen wie anno dazumal.

 

Das Holzknechtmuseum widmet sich dem Leben und der Arbeit der Holzknechte (Waldarbeiter, Forstleute) in den Chiemgauer Bergen. Holz war jahrhundertelang das wichtigste Brennmaterial in der Saline in Traunstein und bei der Eisenverhüttung und Gießerei im nahegelegenen Eisenwerk Maxhütte in Bergen. Als Ansprechpartnerin im Museumsfreigelände mit den Originalnachbauten von Holzknechthütten ist die Leiterin, Dr. Ingeborg Schmid, anwesend.

 

Derzeit werden im Holzknechtmuseum auch Werke der Künstlerin Stefanie Dirscherl präsentiert und um 15:30 Uhr zeigt sie in einem Familienprogramm „Vom Holz aufs Papier“, wie vielfältig sich das Material „Holz“ als Vorlage, Muster oder Arbeitsmaterial zum Malen, Zeichnen oder Drucken eignet. Kinder können dabei malen und zeichnen und anschließend ihre Arbeiten mitnehmen.

 


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