KI für eine moderne Verwaltung: Förderbescheid für Forschungsprojekt MEiKI übergeben

Der Landkreis Traunstein setzt gemeinsam mit starken Partnern ein klares Zeichen für die digitale Zukunft der Verwaltung: Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring hat heute im Landratsamt Traunstein den Förderbescheid für das Forschungsprojekt „MEiKI – Mehrwert durch den Einsatz von KI in Bayerischen Landkreisen“ überreicht. Das Bayerische Staatsministerium für Digitales unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 408.000 Euro. Ziel des Projekts ist es, den konkreten Nutzen von Künstlicher Intelligenz (KI) in der kommunalen Praxis systematisch zu untersuchen und für alle bayerischen Kommunen nutzbar zu machen. Neben dem Landkreis Traunstein sind der Landkreis Günzburg, die Technische Hochschule Rosenheim sowie die Hochschule Neu-Ulm beteiligt. Das Projekt ist am 1. April 2026 gestartet und läuft über zwölf Monate.

Landrat Andreas Danzer betonte die strategische Bedeutung des Vorhabens für die kommunale Ebene: „Wir wollen Digitalisierung nicht nur denken, sondern konkret anwenden. Mit MEiKI schaffen wir die Grundlage dafür, dass Künstliche Intelligenz dort eingesetzt wird, wo sie unseren Mitarbeitern die Arbeit erleichtert und gleichzeitig den Bürgern spürbare Verbesserungen bringt – etwa durch schnellere Verfahren und einfachere Abläufe.“

Digitalminister Dr. Fabian Mehring erklärte: „Künstliche Intelligenz ist kein Science-Fiction mehr, sondern längst ein handfester Erfolgsfaktor für einen innovativen Wirtschaftsstandort und eine moderne Staatsverwaltung. Mit dem Projekt MEiKI zeigen wir ganz konkret, wie KI den Alltag in unseren Ämtern und Behörden revolutionieren kann: weniger Papierkrieg, schnellere Verfahren und mehr Service für die Menschen. Wir machen den Amtsschreibtisch damit zum digitalen Cockpit – effizient, bürgernah und auf der Höhe der Zeit. Die Menschen erwarten heute zu Recht denselben Komfort vom Staat wie von modernen Online-Diensten. Mit Projekten wie MEiKI bringen wir unsere Verwaltung auf Augenhöhe mit dem digitalen Alltag der Bürgerinnen und Bürger – schnell, transparent und unkompliziert.“

MdL Konrad Baur, Traunsteiner Stimmkreisabgeordneter im Bayerischen Landtag, verwies auf die politische Initiative hinter dem Projekt: „Es war mir ein wichtiges Anliegen, dieses zukunftsweisende Projekt über die Fraktionsinitiative auf den Weg zu bringen. MEiKI zeigt, wie wir Innovation gezielt in die Fläche bringen können. Unser Ziel ist es, die kommunalen Verwaltungen in Bayern fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig konkrete Verbesserungen für die Bürger zu erreichen.“

Prof. Dr. Wibke Michalk von der Technischen Hochschule Rosenheim erläuterte den wissenschaftlichen Ansatz: „Wir verbinden fundierte Forschung mit konkreter Anwendung. Prozesse werden analysiert, Technologien systematisch bewertet und in realen Verwaltungssituationen mit Mitarbeitenden und Bürgerinnen und Bürgern getestet. So stellen wir sicher, dass am Ende Lösungen stehen, die funktionieren und akzeptiert werden.“

Das Projekt folgt einem klar strukturierten Vorgehen: Nach der Analyse von Verwaltungsprozessen werden geeignete Technologien identifiziert, in mehreren Pilotphasen erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse münden in einen praxisnahen Leitfaden, der über den Bayerischen Städte- und Landkreistag allen Kommunen zur Verfügung gestellt wird. Der erwartete Nutzen ist vielfältig: kürzere Bearbeitungszeiten, weniger Bürokratie, höhere Servicequalität und eine spürbare Entlastung der Mitarbeiter von Routineaufgaben. „Ein zentrales Prinzip bleibt dabei unverändert: KI unterstützt – die Entscheidung trifft weiterhin der Mensch. Mit der heutigen Förderbescheidübergabe fällt der offizielle Startschuss für ein Projekt, das die Verwaltungsarbeit im Landratsamt Traunstein und in ganz Bayern nachhaltig prägen könnte“, so Landrat Danzer abschließend.

Bildunterschrift:
Digitalminister Dr. Fabian Mehring übergab den Förderbescheid für das Forschungsprojekt MEiKI an den Landkreis Traunstein. Im Bild, umgeben von den Projektbeteiligten, v. l. MdL Konrad Baur, Digitalminister Dr. Fabian Mehring, Landrat Andreas Danzer, Prof. Dr. Wibke Michalk, Prof. Dr. Stephanie Kapitza und MdL Martin Brunnhuber