Landratsamt Traunstein stellt Katastrophenfall wegen Brand am Saurüsselkopf fest

Update 14:30 Uhr

Die Einsatzmaßnahmen zur Bekämpfung des Waldbrandes wurden weiter ausgeweitet: Aktuell sind vier Polizeihubschrauber der Landespolizei sowie zwei Hubschrauber von Heli Austria im Einsatz.

Zusätzlich befinden sich weitere Kräfte im Zulauf:

  • Ein Hubschrauber der Bundespolizei

  • Ein Hubschrauber der Landespolizei Baden-Württemberg

Für morgen sind darüber hinaus Hubschraubereinsätze der Bundeswehr geplant.

Die Lage ist weiterhin dynamisch. Durch den ausgerufenen Katastrophenfall können nun umfangreichere Einsatzmittel und spezialisiertes Großgerät schnell und koordiniert in das Einsatzgebiet eingebracht werden.

Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung der eingesetzten Behörden und Organisationen mit dem Ziel, den Brand schnellstmöglich einzudämmen.

Für die Bevölkerung gilt weiterhin:

  • Es besteht aktuell keine unmittelbare Gefährdung

  • Meiden Sie das betroffene Gebiet weiträumig

  • Halten Sie Zufahrtswege für Einsatzkräfte frei

  • Halten Sie im betroffenen Gebiet (Laubau / Chiemgau Arena) im Falle von auftretendem Ascheregen Fenster und Türen geschlossen

  • Beachten Sie ausschließlich offizielle Informationen

Zentrales Schutzziel ist das Trinkwasserschutzgebiet Laubau – keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung

Aufgrund des größeren Waldbrands im Bereich des Saurüsselkopfs in der Gemeinde Ruhpolding hat Landrat Andreas Danzer am heutigen Montag, 04. Mai 2026, um 10:05 Uhr den Katastrophenfall festgestellt.

Zum Örtlichen Einsatzleiter wurde Kreisbrandrat Christoph Grundner bestellt. Mit der Feststellung des Katastrophenfalls werden die Einsatzkräfte, Fachstellen und Behörden zentral koordiniert. Zentrales Schutzziel der Einsatzmaßnahmen ist das Trinkwasserschutzgebiet Laubau. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung des Brandes innerhalb des Schutzgebiets zu verhindern und alle verfügbaren Kräfte und Mittel bestmöglich einzusetzen.

Der Brand war am Sonntagabend, 03. Mai 2026, aus bislang ungeklärter Ursache im schwer zugänglichen Gelände am Saurüsselkopf ausgebrochen. Bereits unmittelbar nach der Entdeckung wurden umfangreiche Erkundungs- und Einsatzmaßnahmen eingeleitet. Die Lage im schwer erreichbaren Gelände stellt die Einsatzkräfte weiterhin vor besondere Herausforderungen.

Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitiger Lage nicht. Medienvertreter, Bürger und Schaulustige werden jedoch dringend gebeten, den Bereich des Einsatzgebiets nicht persönlich aufzusuchen. Bitte meiden Sie den Bereich weiträumig und halten Sie Zufahrtswege für Einsatzkräfte jederzeit frei. Jede zusätzliche Bewegung im Einsatzgebiet kann die Arbeit der Einsatzkräfte behindern.

Landrat Andreas Danzer dankt den eingesetzten Kräften für ihren Einsatz: „Die Feststellung des Katastrophenfalls ist angesichts der Lage und des besonderen Schutzziels ein notwendiger Schritt. Jetzt geht es darum, alle Kräfte bestmöglich zu koordinieren und das Trinkwasserschutzgebiet Laubau wirksam zu schützen. Mein großer Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen vor Ort arbeiten.“

Das Landratsamt Traunstein steht in engem Austausch mit der Gemeinde Ruhpolding, dem Örtlichen Einsatzleiter, den beteiligten Fachbehörden und Organisationen. Über die weitere Entwicklung informiert das Landratsamt regelmäßig per Pressemitteilung sowie über seine Social-Media-Kanäle.

Hotline für Rückfragen

Bürgertelefon: 0861-58 411

Bilder: Kreisfeuerwehrverband Traunstein